Was macht man eigentlich in Aikido, Judo, Ju-Jutsu, Tae Kwon Do, Kickboxen, im historischen Fechten oder bei der Körperwahrnehmung? Diese Frage wollten 35 „Neugierige“ aus den verschiedensten Abteilungen unseres Vereins, am Kampfkunsttag (10. November 2018) für sich klären. Denn genau das war die Idee des vereinsinternen Kampfkunsttages – Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Traditionen und Techniken intensiv kennenlernen.

Zum Start übernahm Barbara, aus der Abteilung Körperwahrnehmung, das Aufwärmtraining. Neben Übungen um das Herz-Kreislaufsystem richtig auf Touren zu bringen, kombinierte sie unterschiedlichste Gleichgewichts-, Koordinations- und Kräftigungsübungen. Weiterhin sorgte sie mit Dehnübungen auch noch für die benötigte Beweglichkeit bei den Teilnehmern.

Die dadurch gut aufgewärmten und beweglichen Sportler wurden dann von Johannes, Stück für Stück in die praktische Anwendung der unterschiedlichsten Elemente des Aikido, mit all seinen technischen Raffinessen eingewiesen. Dabei durfte auch jeweils direkt das richtige Fallen geübt werden und am Ende demonstrierte Johannes noch sehr anschaulich die Anwendung des gelernten in Verbindung mit dem Schwert.

Die anschließende Trainingseinheit der Abteilung Judo wurde von Sandra und Peter geleitet, die zusätzlich von allen Trainern der Abteilung unterstützt wurden. Es wurden Falltechniken, ein Anfänger- und ein Fortgeschrittener-Wurf, sowie unterschiedliche Bodentechniken vermittelt. Zu guter Letzt durften die neuen und die alten „Judokas“ in einem kleinen Bodenrandori sich fleißig mit wechselnden Partnern über die Matte bewegen.

In der vierten Einheit des Tages stand Ju-Jutsu im Mittelpunkt. Robin, der durch Sandro, Stefan und Norbert unterstützt wurde, knüpfte an einen der zuvor im Judo erlernten Würfe an und verband diesen mit Schlag und Tritttechniken, sowie einer Hebeltechnik aus dem Ju-Jutsu. Nachdem diese Verteidigungsübung gegenüber einem Angreifer in einem Trainingssetting geübt wurde, sollten sie unter „realistischeren Bedingungen direkt getestet“ werden. Mit diesem „Ausprobieren“ ließ Robin den Puls der Teilnehmer mächtig in die Höhe steigen und auch der auch der Gleichgewichtssinn wurde ganz ordentlich strapaziert.

Nach den vormittäglichen Anstrengungen war eine gemeinsame Mittagspause mit leckerem Essen zum Auffüllen der Energiespeicher dringend nötig. Die Zeit wurde auch zum persönlichen Austausch zwischen den Vereinsmitgliedern der unterschiedlichen Abteilung genutzt wurde.

Für einen Power-Start nach der Pause sorgte Meister Dennis, der in die waffenlose Kunst des Tae Kwon Do einführte. Gemeinsam mit den anderen anwesenden Meistern der Abteilung, gab Dennis alles um den Teilnehmern sehr vielseitige Tritttechniken beizubringen. Hierbei wurden die Tritttechniken nicht nur als Einzelübung erarbeitet, sondern auch gegen Schlagpolster und als Partnerübungen.

Im Anschluss heizten Großmeister Tala und der amtierende Vize-Weltmeister Vlad im Kickboxen den Sportlern mächtig ein. Auf dem Plan standen verschiedenste Tritt- und Schlagtechniken, die viel Beweglichkeit und Präzession forderten. Zum Schluss der Kickbox-Einheit beeindruckten Vlad und Großmeister Tala mit einer kleinen Vorführung.

Das historische Fechten bildete den Abschluss der vertretenen Vereinsabteilungen. Nach einer ausführlichen Einführung in die Grundlagen des Fechtens durch Volker, wurden zwei unterschiedliche Schlagtechniken mit dem Langschwert in Zweiergruppen geübt. Die Teilnehmer konnten dadurch einen guten Einblick in die Techniken dieser sogenannten „Deutschen Fechtschule“ erlangen.

Den Abschluss des Tages bildet ein kleiner Ausflug ins das Taijiquan. Herbert aus der Abteilung historisches Fechten wurde hierbei von Stefan unterstützt. Nach einer Einzelübung aus dem Qigong für einen guten Stand, folgten mehrere Partnern-Übungen. Zu guter Letzt gab es noch einen kleinen Einblick in das Wettkampf-Taijiquan. Ein Fazit aus dem Ausflug in diese Kampfkunst war, dass obwohl die Übungen von außen betrachtet sehr ruhig und entspannt aussahen, sie doch sehr anstrengend waren und so mancher Sportler mächtig ins Schwitzen kam.

Nach 8 Stunden praktischem ausprobieren der verschieden Kampfsportarten, gab es noch einen kleinen gemeinsamen Abschluss. Robin bedankte sich im Namen des Vorstandes bei den Organisatoren David und Sandra, dem Fotografen Thomas, sowie den Meistern und Trainern, die die einzelnen Trainingseinheiten des Tages gestaltet hatten und auch den Teilnehmern für diesen gelungen, interessanten und sehr abwechslungsreichen Tag. Zur Erinnerung erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde.