German Open Ju-Jutsu 2018

Am vorletzten Wochenende machten sich drei unserer Ju-Jutsu-Wettkämpfer wieder mal auf den langen Weg nach Gelsenkirchen, um beim größten deutschen Ju-Jutsu-Turnier, den German Open, zu starten.

Insgesamt 547 Kämpfer aus 21 Nationen waren am Start. Ein eindrucksvoller Event für die Gaebel-Brüder Vincent und Ruven und ihren erfahrenen Trainer Etienne Jäger. Leider musste Annika Meyer aufgrund einer Trainingsverletzung noch aussetzen, ließ sich aber trotz Krücken nicht von der Anreise abhalten um ihren Vereinskameraden zur Seite zu stehen.

Etienne startete bei den Senioren -69kg und traf in seinem ersten Kampf auf den Belgier Jayce Temperman. Nach leichten Konzentrationsschwierigkeiten zum Start kam er rechtzeitig vor dem Ende der Kampfzeit noch in seinen Wettkampfmodus und siegte am Ende souverän mit 12:7. In der zweiten Runde traf er dann direkt auf den hohen Favoriten Dimitrii Beshenetc. Gegen den fünffachen Weltmeister aus Russland konnte Etienne in der ersten Hälfte noch sehr gut mithalten, kurz vor Ende der regulären Kampfzeit musste er sich dann aber doch geschlagen geben.

In der Trostrunde kämpfte er sich dann unbeirrt mit einem Full-Ippon-Sieg  gegen den Dänen Emil Christensen und einem 17:7 gegen den Österreicher Lukas Urak ins kleine Finale vor. Vor allem die Begegnung gegen den Österreicher war äußerst kräftezehrend, zeigten doch beide Konkurrenten einen starken Siegeswillen und einen Fight auf sehr hohem Niveau, der über die volle Distanz ging.

Dieser Energieleistung musste Etienne dann nach einer leider nur sehr kurzen Pause Tribut zollen und konnte gegen den zweiten Belgier im Feld nicht mehr seine volle Leistung abrufen. Somit am Ende des Tages ein etwas undankbarer 5. Platz.

Vincent startete mit einem überragenden Sieg gegen den Schweden Jonatan Dagna bei den Herren -77 Kg. In der zweiten Runde wurde er vom Bundeskader-Athleten Simon Attenberger in die Trostrunde verwiesen, wo er leider gegen den Dänen Lucas Andersen den Kürzeren zog. Ein guter 9. Platz in diesem sehr starken 20-köpfigen Feld ist aber dennoch eine beachtliche Leistung.

Sein Bruder Ruven zeigte bei seinem Debut auf internationaler Ebene ebenfalls eine gute Leistung, konnte aber in seiner Klasse der U21 -77 Kg noch keinen Sieg erringen. Nach einer Full-Ippon-Auftaktniederlage gegen einen Polen konnte er aber im zweiten Fight gegen Marc Behm vom TuS Finkenwerder bereits gut mithalten und wurde nur knapp mit 7:10 geschlagen. Mit etwas mehr Erfahrung sieht das im nächsten Jahr bestimmt auch schon besser aus.

Auch ohne Medaille haben alle drei Athleten und der mitgereiste Anhang nur positive Eindrücke und Empfindungen mit Nachhause genommen.

Auch ohne Medaille waren alle zufrieden